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Godlike: Unreal Engine 4 Editor in VR

Am vergangenen Donnerstag hat Epic Games zwei Videos veröffentlicht in denen unter anderem Tim Sweeney himself erstmals die Arbeit mit der Unreal Engine 4 in VR vorstellt. Ob es sich dabei um einen eigenständigen Editor handelt oder ob für den gewohnten Editor einfach eine Option hinzukommt um in einen VR-Editor-Mode zu wechseln konnte ich nicht raushören. Ich gehe aber von der zweiten Variante aus.

Was genau soll Unreal Engine 4 in VR sein?
Bisher hat man natürlich die Möglichkeit seine Programme schon direkt im Editor in VR zu testen – eine Oculus Rift, Valve Vive oder andere kompatible Brille vorausgesetzt – indem man auf den entsprechenden Play-Button drückt. Mit der Entwicklung direkt im VR-Modus ist man eben im Editor in VR. Sprich man bewegt sich nicht aus Sicht des Spielers sondern aus Sicht des Entwicklers.
Das hat in bestimmten Bereichen einige Vorteile. Hauptsächlich im Bereich des Level-Design. Man sieht eben instant die Größenverhältnisse ohne dass man beim Arbeiten zwischen Monitor und VR-Headset wechseln muss. Und dadurch dass man nicht wechseln muss muss man halt auch nicht wechseln. 🙂
Man hat einen reibungslosen Übergang zwischen Editor- und Play-Mode, da man die Brille immer auf dem Kopf hat und die Motion-Controller immer in der Hand trägt.

Motion-Controller ist auch das nächste Stichwort.
Das Editieren, also die Eingabe, läuft über die Motion-Controller. Hier probieren die Entwickler noch viel aus, was Sie aber im Video zeigen sieht schon sehr gut aus. Und das ist wohl auch die größte Herausvorderung. Denn das Editieren sollte einfach und intuitiv von der Hand gehen und am Ende nicht wesentlich länger dauern als über den klassischen Weg. Im Idealfall geht’s schneller, aber das wird sich zeigen. Spaß macht allerdings allein schon das Zusehen und als Programmierer bin ich ein wenig neidisch auf Level-Designer. Generell ist die Art des Editings wohl überall sinnvoll, wo man viel bzw. lange im 3D-Space zu tun hat.

Bei der Demo wurde eine Vive benutzt. Funktionieren wird das ganze aber auch mit der Oculus, sollten die Controller dann mal verfügbar sein.

Das erste Video ist nur ein kurzes Vorstellungsvideo. Das zweite Video ist der knapp 40-minütige Twitch Live-Mitschnitt vom vergangenen Donnerstag in dem es nur um diese neue Technik geht und die Entwickler auch ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. Ein genaues Releasedatum soll es am 16. März 2016 auf der kommenden Game Developers Conference geben, die vom 14. bis 18. März 2016 statt findet. Auch dort wird es sicherlich wieder Live-Streams von Epic geben.

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