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Unreal Engine 4

An dieser Stelle möchte ich einfach mal generell auf die Unreal Engine 4 hinweisen. Durch die Digitalisierung und das Internet stehen dem normalen Endverbraucher heute immer mehr Werkzeuge und Vertriebswege zur Verfügung, die früher nur Verlagen, Labels, Publishern usw. vorbehalten waren. Früher gab es nur Zeitungen, heute gibt es Webseiten bzw. Blogs. Früher gab es nur Fernsehen, heute gibt es YouTube, Twitch usw. Früher gab es nur Buchverlage, heute gibt es Amazon und ähnliche Vertriebswege. Früher gab es nur Plattenlabels, heute gibt es unzählige Vertriebswege im Internet für Musik. Und seit einiger Zeit gibt es das auch im Spielebereich, dass sich jeder seine eigene Welt erschaffen kann. Vertrieben wird über Steam, Google Play oder iTunes. Und die Werkzeuge? Eine vollwertige 3D-Spiele-Engine für wenig Geld gibt es seit Unity. Früher war es großen Spielestudios vorbehalten eine solche Gameengine für hunderttausende Dollar zu lizenzieren. Unity hat das gebrochen und Epic, der Hersteller der Unreal Engine, hat das verstanden und ist nachgezogen. Die aktuelle Version 4 wurde vor über einem Jahr veröffentlicht und glich noch ein bischen einer Betaversion. Die Kosten? 20 Dollar pro Monat + 5 % vom Umsatz ab einem Umsatz von 3.000 Dollar im Quartal. Das war anfangs. Vor ein paar Monaten wurden sogar nochmal die 20 Dollar Monatsgebühr gestrichen, so dass die Engine jetzt wirklich völlig kostenfrei ist, bis man einen gewissen Umsatz hat – die 5 % auf den Umsatz bestehen weiterhin und sind nur fair.

Die Entwicklung der Engine ist keineswegs abgeschlossen. Immer noch gibt es eine Menge Fehler zu beseitigen und neue kommen mit neuen Features hinzu. Aber trotzdem ist ein produktives arbeiten längst möglich.
Epic hat es verstanden und arbeitet sehr eng mit der Community zusammen. So wird z. B. Unreal Tournament mit der Community zusammen entwickelt. Auf YouTube werden regelmäßig Tutorials von Epic selbst veröffentlicht, die gerade für einsteiger sehr interessant und einfach gehalten sind.

Jedem, der in diese Richtung etwas vor hat kann ich nur raten: Zieht euch kontinuierlich die Einsteigertutorials rein und bleibt am Ball, fangt parallel an, mit dem erlernten Wissen eure eigenen Ideen umzusetzen. Anfangs wird man vom Editor erschlagen aber nach ca. zwei Wochen hat man die erste Einstiegshürde genommen und findet sich ganz gut zurecht. Und das geht dann fließend weiter. Man muss nicht unbedingt acht Stunden pro Tag mit der Engine verbringen. Wichtiger ist, dass man kontinuierlich am Ball bleibt. Ich bin jetzt ca. ein halbes Jahr mit der Engine am Gange und es gibt noch jede Menge zu lernen aber ich habe auch schon eine Menge gelernt. Sobald ich mein erstes Projekt abgeschlossen habe werde ich hier darüber berichten.

Hier noch ein paar Links:

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