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Google Photos

Gestern veranstaltete Google mal wieder seine alljährliche Entwicklerkonferenz Google I/O . In der mehrstündigen Keynote werden größtenteils neue Produkte und Entwicklungen gezeigt, die vor allem für Softwareentwickler und Medien-Schöpfer, aber auch für Endanwender interessant sind. Oft geht es um Dinge, die sich noch in der Entwicklung befinden. Nicht so bei Google Photos.

Google Photos wurde aus Google+ Fotos ausgelagert und in ein eigenständiges Produkt umgewandelt. Das für die meisten Benutzer interessanteste Feature dürfte wohl der unbegrenzte Speicherplatz sein. Zumindest, wenn Fotos nicht mehr als 16 Megapixel und Videos nicht mehr als Full HD Auflösung haben. Sollte das doch der Fall sein, fällt der benötigte Speicherbedarf auf euer Google Drive Kontingent.

Neben einer App für Android und iOS gibt es auch eine Web-App sowie Software für Windows und Mac. Die Software ist dafür da, vorher festgelegte Verzeichnisse auf dem Desktoprechner zu Scannen und bei Bedarf neue Fotos und Videos automatisch in die Cloud zu schieben.
Was Google Photos nicht kann ist, die Verzeichnisstrukturen eurer Fotosammlung beizubehalten. Dafür wird die geballte Google-Power herangezogen um Fotos schnell auffindbar zu machen. So werden Fotos grundsätzlich chronologisch sortiert. Etwas Versteckt: Klickt ihr in die Suchleiste (Web), dann gibt es drei weitere Kategorien: Personen, Orte und Dinge. Außerdem könnt ihr natürlich über die Suche textlich suchen. Was mir ein bischen fehlt ist das Hinzufügen eigener Tags zu einem Foto. Ich bin mir aber sicher, dass das noch kommen wird.

Das dritte große Feature neben dem Archivieren/Organisieren und Finden von Fotos ist das bearbeiten. Generell macht Google da erstmal automatische Vorschläge. Hat man beispielsweise eine Serienaufnahme, schlägt Google Photos automatisch eine Animation vor. Außerdem könnt ihr Photos auch manuell bearbeiten. Hier sind die Features noch etwas beschränkt aber solltet ihr Googles eigene Foto-Bearbeitungs-App Snapseed auf eurem Mobilgerät installiert haben bekommt ihr direkt in der Google Photos App die Möglichkeit, das Foto in Snapseed zu bearbeiten. Ob Google die Google Photos eigene Bearbeitung weiter ausbaut oder auf eine bessere Verzahnung mit Snapseed setzt bleibt abzuwarten.

Dann gibt es natürlich noch weitere Features, wie das einfache Teilen von Fotos.

Ich habe heute alle meine Fotos auf Google+ Fotos und Google Photos (die von Google+ Fotos übernommen wurden) gelöscht, mir die Software installiert und nun schiebt die Software meine etwas über 15.000 Fotos, Bilder und Videos in die Cloud. Mir ist dabei eine gute Suche weitaus wichtiger, als die Organisation in Verzeichnissen und Unterverzeichnissen. Die Eigenständigkeit und nicht zuletzt der unbegrenzte Speicher haben dann den letztendlichen Anstoß gegeben. Bisher hatte ich meine Fotos und Videos sowieso mehr schlecht als recht organisiert. Ich habe mal angefangen aber einfach keinen Bock Stunden meines Lebens damit zu verbringen Fotos zu benennen und zu organisieren. Letztlich will ich finden was ich suche, und das auch noch, wenn eines meiner Geräte zerstört, gestohlen oder abhanden gekommen ist.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich Google Photos bei mir bewährt.

Wie sieht es bei euch aus?

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